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Nintendo Wii, die Spielkonsole für die ganze Familie

Donnerstag, 22. September 2011

Als die Nintendo Wii Konsole zum Weihnachtsgeschäft 2006 erschien, waren die meisten zunächst skeptisch. Während die Spielkonsole selbst noch relativ gewöhnlich aussah, ähnelte der Controller eher einer Fernbedienung als einem tatsächlichen Controller. In dieser Wiimote, wie Nintendo seine Fernbedienung liebevoll nennt, befinden sich Bewegungssensoren. Diese registrieren, wo sich die Wiimote wann wie bewegt. Je nachdem bewegt sich auch die Spielfigur auf dem Bildschirm und schlägt etwa einen Golfball oder wirft eine Bowlingkugel.

Mit seiner Nintendo Wii Konsole bewies das japanische Unternehmen sein Innovationstalent und inspirierte Sony und Microsoft wohl erst zu PlayStation Move und Kinect. Zumindest spricht so einiges dafür; die Wii revolutionierte die Bewegungssteuerung erst und machte selbige salonfähig, während Sony mit PlayStation Eye seinerzeit daran scheiterte und es wohl als Spielerei abtat. Mit dieser Steuerung eine ganze Spielkonsole zu entwickeln, darauf kam erst Nintendo.

Dass sich die Wii im ersten Jahr so gut verkaufte, liegt wohl einerseits an der Marketingstrategie, wohl andererseits aber auch an der innovativen Idee selbst. Viele waren neugierig und entschieden sich für eine Nintendo Wii Konsole, anstatt der ein Jahr zuvor erschienenen Xbox 360 oder auch der PlayStation 3 eine Chance einzuräumen. Mit mehr als 25 Millionen verkauften Einheiten ließ der milliardenschwere Konzern seine Konkurrenz weit hinter sich zurück.

Bis heute verkaufte sich die Nintendo Wii Konsole über 86 Millionen mal (Stand: April 2011) und noch immer erfreuen sich viele Familien an der Spielkonsole. Neben der Wiimote setzt die Wii auch andere „Controller“ ein, so etwa das Wii Balance Board. Dabei handelt es sich um eine Balance-Körper-Waage, die registriert, wohin ein Spieler sein Körpergewicht verlagert und diese Signale per Bluetooth an die Wii schickt.

Vor allem das beliebte Wii Fit lässt sich größtenteils mit dem Balance Board spielen. Jedoch sollte ein maximales Körpergewicht von 150 kg nicht überschritten werden. Dafür ist das Balance Board nämlich nicht ausgelegt. Als weiteres Eingabegerät gilt das erst im März 2011 erschienene uDraw Gametablet. Auf diesem kann man mithilfe eines Touchpens zeichnen, jedoch lassen sich darauf ebenfalls einige Spielchen zocken. Ähnlich wie beim iPad lässt sich das Gametablet bewegen oder neigen.

Erwähnenswert ist abschließend vielleicht noch der Onlinedienst der Nintendo Wii Konsole. Über die Wi-Fi Connection können Spieler sogar Mehrspielerpartien austragen und sich beispielsweise in Mario Kart halsbrecherische Autorennen liefern oder in Pokémon Battle Revolution herausfinden, wer der bessere Trainer ist. Nötig ist hierfür lediglich ein schneller Internetzugang und WLAN.